Handwerkskunst

Hand­werks­raum 
In Yul­chung wird der Hand­werks­raum rege benutzt. Die Frau­en tref­fen sich regel­mä­ßig, um ihr Hob­by, das Stri­cken, gemein­sam aus­zu­füh­ren. Im Som­mer ver­kau­fen sie die gestrick­ten Socken und Müt­zen sowie die bunt gefilz­ten Blu­men an vor­bei­kom­men­den Trek­king­grup­pen. Im Win­ter wird der Raum täg­lich für den Unter­richt genutzt.

Blu­men filzen
Die Frau­en — Koope­ra­ti­ve aus dem Dorf leis­tet durch Hand­werks­kunst ihren Bei­trag zum Pro­jekt. Im August 2015 besuch­te Tru­di Vetsch das Dorf und lehr­te die Frau­en der ört­li­chen Koope­ra­ti­ve Blu­men und Sitz­kis­sen fil­zen. Sie ist über­zeugt, dass es für eine nach­hal­ti­ge Ent­wick­lung Erwach­se­nen­bil­dung und öko­no­mi­sches Den­ken und Han­deln im Klei­nen braucht.

Die Blu­men und Sitz­kis­sen wer­den aus ein­hei­mi­scher Schaf­wol­le her­ge­stellt, wel­che die Frau­en im Dorf selbst waschen und kar­den. Blu­men sind für die Ladakhis von beson­de­rer Bedeu­tung, man sieht sie über­all in ihren Gär­ten. Sie lie­ben die­se Farb­tup­fer in der kar­gen Berg­welt. Und für vor­bei­kom­men­de Tre­cke­rin­nen und Tre­cker sind sie ein authen­ti­sches Souvenir.

Gale­rie Blumenfilzen

Hüt­ten­fin­ken
Die Dorf­frau­en stri­cken wäh­rend der Win­ter­zeit dicke Woll­so­cken aus selbst­ver­ar­bei­te­ter Schaf­wol­le. Die natur­brau­ne und schwar­ze Wol­le wird zu einem recht dicken und wei­chen Faden ver­spon­nen. Die gestrick­ten Socken wer­den mit Kreuz­stich-Mus­tern ver­schö­nert. Anschlies­send wer­den die Socken mit einer Leder­soh­le ver­bun­den und mit einer Filz­ein­la­ge ver­se­hen. Die­se wär­men­den Haus­schu­he las­sen sich gut im Ruck­sack ver­stau­en und sind der idea­le Beglei­ter bei Trek­king-Tou­ren und Hüt­ten­wan­de­run­gen. Von den Ein­hei­mi­schen wer­den sie als tra­di­tio­nel­le, beque­me Haus­schu­he wäh­rend der Win­ter­zeit getragen.

Gale­rie Hüttenfinken

Bedeu­tung Ver­kauf für die Frauen
Der Ver­kauf der Blu­men, Sitz­kis­sen und Hüt­ten­fin­ken bedeu­tet den Frau­en sehr viel. Sie sind sehr stolz, selbst­pro­du­zier­te Hand­werks­kunst ver­kau­fen zu kön­nen. Dadurch füh­len sie sich wert­ge­schätzt. Die Ein­nah­men ermög­li­chen ihnen etwas finan­zi­el­le Unab­hän­gig­keit für die Belan­ge der Koope­ra­ti­ve. Zusätz­lich leis­ten sie einen Bei­trag für den Winterunterricht.

 

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